03.05.2010 - Pressemitteilung
Kultusministerin Dorothea Henzler hat heute in Friedberg das Projekt Lehrerscouts vorgestellt, mit dem das Hessische Kultusministerium Nachwuchskräfte für den Lehrerberuf gewinnen will. Dabei geben junge Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst als Lehrerscouts Schülerinnen und Schülern der Oberstufe im Rahmen von Informationsveranstaltungen einen Einblick in die Aufgaben und Tätigkeitsbereiche in Schule und Unterricht.
Um Lehrer zu sein, genügt es heute nicht mehr, Experte für die eigenen Fachgebiete zu sein. Eine gute Lehrerin, ein guter Lehrer muss auch Vorbild sein, die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler achten und stärken, Probleme und Konflikte erkennen und lösen, auf andere Menschen zugehen und ihre sozialen Kompetenzen unterstützen können, sagte die Ministerin vor Schülerinnen und Schülern der Johann-Philipp-Reis Schule. Durch das Projekt Lehrerscouts erhalten Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, mit jungen Leuten ins Gespräch zu kommen, die sich für den verantwortungsvollen und anspruchsvollen Lehrerberuf entschieden haben. Sie bekommen einen Einblick in den Berufsalltag eines Lehrers und haben die Chance, die jungen Lehrkräfte direkt zu befragen oder sich von ihnen beraten zu lassen.
Das Projekt Lehrerscouts startet zunächst in einer Pilotphase an ausgewählten Schulen in Mittelhessen: der Johann-Philipp-Reis Schule in Friedberg, der Heinrich-von-Kleist-Schule in Eschborn, dem Humboldtgymnasium in Bad Homburg und der Vogelsbergschule in Lauterbach. Zu Beginn des neuen Schuljahres wird es auf Nordhessen ausgeweitet.
Unterstützung erhält das Projekt durch die beteiligten Studienseminare: das Studienseminar für Grund-, Haupt-, Real- und Förderschulen in Friedberg, das Studienseminar für Gymnasien in Oberursel sowie das Studienseminar für Berufliche Schulen in Gießen. Lehrerscouts kommen aus allen drei Studienseminaren, so dass den Schülerinnen und Schülern kompetente Ansprechpartner zu allen Schulformen zur Verfügung stehen.
Zu den beruflichen Perspektiven für Lehramtsstudierende sagte Henzler: Neuere Studien zeigen, dass trotz abnehmender Anzahl der Schulanfänger mittel- und langfristig ein Bedarf an Lehrkräften besteht, auch in Hessen. Dabei hängt es ganz wesentlich davon ab, mit welchem Lehramt man sich bewirbt ob für die Grund-, die Haupt- und Realschule, die Förderschule, das Gymnasium oder die beruflichen Schulen. Auch die Fächerwahl spielt eine wichtige Rolle für eine Einstellung.
Die Ministerin verwies in diesem Zusammenhang auch auf einen neuen Informationsflyer des Kultusministeriums mit dem Titel Persönlichkeiten gesucht. Darin sei unter anderem dargestellt, wie sich die Einstellungschancen innerhalb der verschiedenen Lehrämter voraussichtlich entwickelten und wo man weiterführende Informationen bekomme.
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| Die Lehrerscouts präsentierten sich auch auf dem Hessentag in Stadtallendorf und fanden in Ministerpräsident Roland Koch einen interessanten Gesprächspartner. |
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